Über uns

Wir arbeiten seit mehr als 10 Jahren integrativ. Unser Angebot steht allen Kindern offen. Wir sind ein privater Verein und verfügen über ein neues großzügiges Gebäude mit Garten. In drei Gruppen finden jeweils bis zu zwölf Kinder ihren Platz. Die Krippe liegt in einem ruhigen Wohngebiet und ist einfach mit dem Stadtbus zu erreichen. Außerdem gibt es Parkplätze vor dem Haus.

Flexible Betreuungszeiten

Uns ist es wichtig, dass das seelische Wohlbefinden des Kindes im Vordergrund steht. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Eltern sehen wir uns als wichtiges Bindeglied für eine bessere Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben.
Wir bieten eine flexible und bedürfnisorientierte Betreuung für Kinder
von 0 bis 3 Jahren.

Lebensraum

Bei uns finden Kinder einen Lebensraum, in dem sie wertvolle Erfahrungen miteinander machen und dabei liebevoll von unseren pädagogischen Fachkräften betreut werden. In dieser kindgerechten Umgebung erleben sie den gemeinsamen Alltag und lernen voneinander. Spielerisch entfalten sie ihre Fähigkeiten, Fantasien und dadurch ihre Persönlichkeit. Wir regen Kinder zu eigenem Denken und Handeln an.

Nach Maria Montessori:

„Hilf mir, es selbst zu tun.“

 

Ernährung

Wir achten auf eine ausgewogene Ernährung und Nachhaltigkeit. Bei uns werden alle Mahlzeiten in der Einrichtung frisch zubereitet. Unser Speiseplan enthält viel frisches Obst und Gemüse und überwiegend vegetarische Kost. Einmal wöchentlich wird ein Fleisch- oder Fischgericht serviert. Wir vermitteln  den Kindern einen respektvollen Umgang mit unseren Nahrungsmitteln .

 

Konzeption

 

Konzeption
Kinderkrippe Forchheim e.V. Die Rotznasen
Alle Natur, alles Wachstum,
aller Friede,
alles Gedeihen und Schöne in der Welt beruht auf Geduld,
braucht Zeit,
braucht Stille,
braucht Vertrauen.
H. Hesse
Unsere Konzeption – zusammengestellt vom Team der Kinderkrippe Rotznasen – basiert u.a. auf den Richtlinien des bayr. Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz von 2005 Überarbeitet : Juni 2016
Ernst-Reuter-Platz 7 91301 Forchheim Tel.: 09191 9776966 info@dierotznasen.de

 

1. Teil – Unsere Ziele und pädagogischen Vorstellungen (Art. 13 BayKiBiG und §1 AVBayKiBiG )
1.1      Vorwort des Trägers
1.2     Entwicklungspsychologische Grundlagen
1.3     Ganzheitliche Erziehung und Förderung für alle Kinder (Art. 11 u. 12 BayKiBiG)

2. Teil – Bildungs- und Erziehungsarbeit (Art. 10 BayKiBiG)
2.1     Basiskompetenzen2 AVBayKiBiG)
2.2     Sprache (§5 AVBayKiBiG; Art. 12
2.3     Bewegung (§12 AVBayKiBiG)
2.4     Sinneserfahrungen (§6 AVBayKiBiG)
2.5     Kreativer Bereich (§10 AVBayKiBiG)
2.6     Ethischer/Religiöser Bereich (§4 AVBayKiBiG)
2.7     Soziale Kompetenz
2.8     Übungen des praktischen Lebens (§13 AVBayKiBiG)
2.9     Pflege
2.10    Umwelterfahrung (§7 und 8 AVBayKiBiG)
2.11     Ablösephase (Art.15 BayKiBiG)

3. Teil – Strukturelle Merkmale der Kinderkrippe
3.1     Träger (Art.17 Abs. 2 BayKiBiG)
3.2     Zusammensetzung der Gruppe
3.3     Aufnahmebedingungen und Anmeldung
3.4     Eingewöhnungsphase
3.5     Öffnungszeiten
3.6     Personal (§14 AVBayKiBiG)
3.7     Elternbeitrag
3.8     Finanzierung der Einrichtung
3.9     Räumlichkeiten
3.10    Tagesablauf
3.11     Verpflegung, Windeln, Pflegeartikel
3.12    Öffentlichkeitsarbeit
3.13    Qualitätssicherung und Beobachtung der Kinder

4. Teil – Zusammenarbeit (§3 AVBayKiBiG)
4.1     Eltern
4.2    Frühförderung
4.3    Allgemeine Beratungsstellen
4.4     Vorstand

5. Teil – Elternarbeit und Elternmitarbeit (Art. 14 BayKiBiG)
5.1     Ziel der Elternarbeit
5.2     Eingewöhnungsgespräch
5.3     Elterngespräche
5.4     Tür- und Angelgespräche
5.5     Abschlussgespräch
5.6     Elternbeirat

 

1.   Unsere Ziele und pädagogischen Vorstellungen (Art. 13 BayKiBiG und §1 AVBayKiBiG )

1.1   Vorwort des Trägers
Unsere Einrichtung stellt das Kind mit all seinen Bedürfnissen in den Vordergrund. Nicht die Einrichtung sondern das Kind mit all seinen Bedürfnissen bestimmt den Rhythmus des Tages. Trotzdem gibt es Grenzen, die durch die Bedürfnisse des Anderen entstehen. Außerdem geben z.B.die gemeinsamen Mahlzeiten den Kindern im Tagesverlauf Strukturen, die ihnen gleichzeitig auch Halt bieten.
Ausgehend vom kompetenten Kleinkind, bieten wir den Kindern ein Partizipationskonzept, nach dem sie selbst entscheiden können, wo und was sie spielen und ausprobieren wollen. Wir bieten ihnen den Rahmen und die Sicherheit in ihren Gruppen, von wo sie explorieren dürfen und sollen.
Dieses Konzept für unsere integrative Kinderkrippe in Forchheim orientiert sich auch an den bewährten reformpädagogischen Konzepten von Maria Montessori und Emmi Pickler, indem wir versuchen, ihre Ideen und Gedanken im Hinblick auf die Lebenswelt und die Bedürfnisse der Kinder hier und heute zu konkretisieren und weiter zu entwickeln.
Dabei verstehen wir manche unserer Vorstellungen zwangsläufig als vorläufig; sie bedürfen noch der weiteren Ausgestaltung im Rahmen einer gelebten und kritisch reflektierten Praxis.
In den letzten elf Jahren, seit Bestehen unserer Kinderkrippe, hat sich vieles gewandelt. Die Förderung der 1 bis 3-jährigen Kinder ist in den Focus der Bundesregierung gerutscht und die Betreuung bundesweit ausgebaut worden.

1.2   Entwicklungspsychologische Grundlagen
In unserer Erziehungsarbeit mit Säuglingen und Kleinkindern gehen wir in Übereinstimmung mit der aktuellen fachwissenschaftlichen Auffassung davon aus, dass der Säugling kein hilfloses und weitgehend passives Wesen darstellt, sondern sich aktiv und gestaltend mit seiner Umwelt auseinander setzt.
Gemäß der Erkenntnis Maria Montessoris, dass Kinder von Anfang an „Akteure ihrer Entwicklung“ sind, steht im Mittelpunkt der Erziehung die einzigartige Persönlichkeit des Kindes und seine individuelle Entwicklung. Das Kind setzt sich experimentierend und strukturierend mit seiner Umwelt auseinander und bildet sich so selbst durch seine aktive Auseinandersetzung mit der Welt. Bereits Neugeborene besitzen eine Vielzahl von Kompetenzen, mit denen sie sich mitteilen. Aufgabe der Erwachsenen ist es, die Signale des Kindes wahrzunehmen und verstehen zu lernen. Montessori beschreibt dies so: „Wir helfen dem Kind also nicht, weil wir es für ein kleines, schwaches Wesen halten, sondern weil es mit starken, schöpferischen Energien ausgestattet ist diese Energien wollen wir unterstützen.“

1.3  Ganzheitliche Erziehung und Förderung für alle Kinder (Art. 11 u. 12 BayKiBiG)
„Heilpädagogik ist Pädagogik und nichts anderes“ schreibt einer der Väter der Heilpädagogik, Paul Mohr. Maria Montessori geht noch weiter, indem sie sagt: „Der Weg, auf dem die Schwachen sich stärken ist der gleiche wie der, auf dem die Starken sich vervollkommnen“ und fordert daher eine gemeinsame Erziehung und Bildung von Kindern mit und ohne Behinderung.
In unserer integrativen Kinderkrippe streben wir danach, dass behinderte und nichtbehinderte Kinder in Kooperation und auf ihrem jeweiligen Entwicklungsniveau (vgl. G. Feuser, 1989) miteinander spielen und lernen. In unserer „vorbereiteten Umgebung“ (M. Montessori), in der alle Sinne angesprochen werden und die Kinder ganzheitliche Förderung und Begleitung erfahren, stehen nicht die Schwächen der Kinder im Mittelpunkt, sondern ihre Stärken. Kinder mit Handicaps beötigen zusätzliche Hilfe und Förderung, die ihnen durch die Eltern, die begleitenden Pädagogen und Fachleute aus Therapie, Beratung usw. gegeben werden. Daneben treten aber vielfältige Aktivitäten zur Stärkung der Persönlichkeit und zum Ausbau vorhandener Kompetenzen.
Die Integration von Kindern mit Behinderungen in der Kinderkrippe ergibt sich zwangsläufig aus unserer pädagogischen Überzeugung. Die Forderung des Grundgesetzes „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ (Art. 3, 3) beinhaltet unseres Erachtens das Recht auf gemeinsame Erziehung und Förderung auch in pädagogischen Institutionen – von Anfang an. Heute ist der Umgang mit behinderten Menschen für viele Nichtbehinderte immer noch
ungewohnt und fremd. Wir gehen davon aus, dass Integration in einem kontinuierlichen offenen Prozess der Bewusstseinsbildung „gelernt“ werden kann.
Unser Ziel ist es, dass der einzelne Mensch in seiner Individualität und Ganzheit wahrgenommen wird und nicht über seine Behinderung. Die Kinderkrippe ist ein idealer Ort für Integration, denn niemals später werden sich Kinder derart vorurteilsfrei begegnen; sie sehen weniger die Behinderung als die gesamte Persönlichkeit der Spielpartner.
Entgegen der immer noch häufig anzutreffenden Meinung, Krippenpädagogik beschränke sich im wesentlichen auf die notwendige Pflege und Beaufsichtigung bzw. Beschäftigung der Säuglinge und Kleinkinder sind wir der Überzeugung, dass das Kind von klein an ein Recht auf respektvolle, ganzheitliche Förderung besitzt, Krippenpädagogik also primär auch Bildungsarbeit bedeutet.
Wir streben deshalb eine pädagogische Umgebung an, in der jedes Kind die individuell notwendige Unterstützung in einer funktionierenden sozialen Gemeinschaft erfahren kann, so dass es ganzheitlich seine kreativen, geistigen, sozialen und körperlichen Fähigkeiten entwickeln kann.
Je jünger das einzelne Kind, desto eher muss ihm der eigene Rhythmus beim Essen, Trinken, Schlafen und Wachsein ermöglicht werden. Das heißt für uns, die pädagogisch Verantwortlichen: Der organisatorische Ablauf passt sich den kindlichen Bedürfnissen an und nicht umgekehrt.
Die Diagnose von Entwicklungsverzögerungen, Wahrnehmungs- oder Bewegungsstörungen erfolgt häufig erst im Laufe der ersten Lebensjahre. Deshalb beobachten wir sehr genau die Entwicklungsfortschritte der Kinder, sprechen darüber mit den Eltern und unterstützen diese nach Möglichkeit bei erforderlichen Therapien. Dies setzt eine enge Zusammenarbeit mit heilpädagogischen Fachdiensten (Therapeuten, Frühförderstellen, Beratungsstellen, Ärzten usw.) voraus. Soweit möglich finden therapeutische Maßnahmen nicht in der isolierenden Einzelsituation, sondern im Rahmen der Gruppe statt; dies unterstützt die soziale Integration des betroffenen Kindes und fördert dessen Motivation bei der Therapie.

 

2.   Bildungs- und Erziehungsarbeit (Art. 10 BayKiBiG)

2.1  Basiskompetenzen (§ 2 AVBayKiBiG)
Noch mehr als in anderen pädagogischen Arbeitsfeldern muss die Erziehung und Förderung von Säuglingen und Kleinkindern ganzheitlich, individuell differenziert und emotional positiv eingebettet sein. – Wir unterstützen die Kinder dabei, ihr in der Familie gewonnenes Urvertrauen auf neue Personen und Situationen auf die Krippe zu übertragen. – Oberstes Ziel ist für uns, dass die Kinder ihre eigenen Bedürfnisse und Fähigkeiten erkennen und äußern und auch die Bedürfnisse anderer respektieren.
Dadurch, dass wir keinen festen, gegliederten Tagesablauf haben wollen, geben wir dem Kind während seiner Zeit in der Krippe die Möglichkeit, Sinneserfahrungen, Sprache, Bewegung und die eigenen Bedürfnisse wie Essen, Trinken, Toilette, Schlafen dann zu leben, wenn es das Kind als notwendig oder interessant erachtet, um seine Autonomie zu entwickeln. Ausgehend von Maria Montessoris Konzept der „sensiblen Perioden“ legen wir besonderen Wert auf folgende Entwicklungsbereiche:

2.2   Sprache (§5 AVBayKiBiG; Art. 12 BayKiBiG)
Gerade in den ersten Lebensjahren zeigen die Kinder eine ausgesprochen hohe Sensitivität für das Erlernen der Sprache. Die Grundvoraussetzung für das Erlernen kommunikativer Fähigkeiten beginnt bereits im Säuglingsalter. Im Austausch mit den Bindungspersonen entwickelt das Kind sprachliche Kompetenz, kann diese ungezwungen im Spiel anwenden und seinen Wortschatz erweitern. Während des Tagesablaufs ist genügend Platz für das Betrachten von Bilderbüchern, für das Erzählen von kleinen anschaulichen Geschichten, Finger-und Rollenspielen, sowie der bewusste Austausch von ersten Lauten mit dem Kind (z.B. beim Wickeln) und der gezielte Einsatz von Klängen, Geräuschen, Musik und Liedern. Diese Angebote, wirken sprachlich unterstützend und regen gleichzeitig die kognitive Entwicklung an.

2.3   Bewegung (§12 AVBayKiBiG)
Kleine Kinder haben einen starken und fast unermüdlichen Bewegungsdrang. Nach und nach werden die frühkindlichen Bewegungsmuster und Reflexe in willkürliche, gegenstandsbezogene und intentionale Bewegungen übergeführt. Das Kind lernt die Koordination von Sinnen und Bewegung. Hat „das Kind keine Gelegenheit zu sensorischer Tätigkeit … findet eine geringere Entwicklung des Verstandes statt“ (M. Montessori). In der vorbereiteten Umgebung unserer Einrichtung werden den Kindern vielfältige sensomotorische Anreize und Handlungsangebote vermittelt. Die Kinder können spontan, z.B. mit Hilfe der 2. Ebenen, der Hängematte, auf dem Picklerpodest und der schiefen Ebene balancierend, auf der Bewegungsbaustelle oder mit verschiedenen Fahrzeugen neue Bewegungsmuster ausprobieren und vertiefen.
In individuellen und gemeinsamen Handlungssituationen in und außerhalb des Hauses entwickeln die Kinder spielerisch ihre Bewegungsmöglichkeiten.
2.4   Sinneserfahrungen (§6 AVBayKiBiG)
M. Montessori hat erkannt: Die Sinne sind der Schlüssel zur Welt! In Verbindung mit der Motorik wirken sie auf die gesamte Entwicklung des Kindes ein. Das von ihr entwickelte Sinnesmaterial bietet hervorragende Möglichkeiten, über die Aktivität der Sinne und der Motorik Vorgänge des Erkennens, Begreifens und Verstehens anzuregen.
Es gibt Übungen zum Tast-, Geruchs-, Gewichts-, Gehör- und Geschmackssinn. Aktivitätsmöglichkeiten und grVorwort des Trägersößtmöglicher Bewegungsraum sollen die Sinne sensibilisieren und die Motorik stärken.
2.5   Kreativer Bereich (§10 AVBayKiBiG)
Auch im Krippenalter ist Kreativität ein Thema, das das Kind den ganzen Tag begleitet. Durch Beobachtung seiner Umgebung erwacht in jedem Kind der Wunsch selbst tätig zu werden.
Die Kinder finden ein konstantes Angebot von verschiedenen Gestaltungsmaterialien, wie Fingerfarben, Knete, Kreide, Sand, Wasser, Naturmaterialien und zahlreiche Gegenstände des täglichen Lebens.
Diese lassen ein erstes Gestalten und Staunen zu. In unserem Kreativeck, wird viel Papier gerissen und geschnitten, geklebt, mit Fingern und Pinsel auf Papier, Hände, Gesicht und Wände gemalt usw.. Weiterhin können erste Rollenspiele mit Verkleidungssachen, Puppen, Autos, Holzbausteinen und im Sandkasten usw. ausprobiert werden.

2.6   Ethischer/Religiöser Bereich (§4 AVBayKiBiG)
Jahreszeiten und Feste werden im Rhythmus des Jahres und gemäß der jeweiligen Verständnismöglichkeiten des Kindes in handlungsorientierter Form aufgegriffen und durch Farben, Düfte und Klänge erlebbar gemacht. Bilderbücher, biblische Geschichten, Lieder und Rollenspiele werden uns durch den Jahresablauf begleiten. In ersten Ansätzen sollen Unterschiede zwischen den Menschen, Kulturen und Gewohnheiten erfahrbar und Toleranz allem Andersartigen gegenüber geübt werden.

2.7   Soziale Kompetenz
Die „Erziehung zum Frieden“ beginnt bereits im Kleinkindalter. Das Kind erfährt sich als Mensch, „der seine eigene Würde hat, seine Rechte auf Leben und auf Schutz – nicht so sehr auf Schutz für seine Schwäche, sondern für die grenzenlose Größe, die in ihm liegt.“ (M. Montessori) Dieser Respekt bestimmt die Begegnung zwischen Erwachsenem und Kind und prägt den Umgang der Kinder untereinander. Durch das Miteinander von kleineren und größeren, behinderten und nichtbehinderten Kindern entwickeln diese gegenseitige Achtung, lernen beim gemeinsamen Spiel eigene und fremde Bedürfnisse und Grenzen kennen und stärken ihre sozialen Fähigkeiten.
Die Nachahmung, gerade in den ersten Lebensjahren eine zentrale Fähigkeit von Kindern, ermöglicht es ihnen, ihr Verhalten an die vorgefundene Realität anzupassen und zugleich vom Verhalten der Anderen zu lernen. Dabei beobachten sich die Kinder in der alters- und entwicklungsheterogenen Gruppe gegenseitig und die erwachsenen Bezugspersonen, ahmen Verhalten nach und erweitern damit ihre eigenen Fähigkeiten.
Im Gruppenalltag, beim gemeinsamen Essen und beim täglichen Treffen im Kreis erfahren und üben die Kinder gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz gegenüber ihren eigenen Stärken und Schwächen und denen der anderen Kinder.
Sie erleben die Spannung von Freiheit und Grenzen, begleitet von den Pädagoginnen.

2.8   Übungen des praktischen Lebens (§13 AVBayKiBiG)
In ihrer frühen Lebensphase haben Kinder nach Montessori eine besondere Sensibilität für Ordnung „als Sinn für äußere Ordnung, welche die Beziehungen zwischen den Bestandteilen der Umwelt betrifft, und als Sinn für innere Ordnung, die man auch den inneren Orientierungssinn nennen könnte“. Diese Phänomene, die unmittelbar mit der Entwicklung der Sprache und des Denkens zusammenhängen, spiegeln sich auch in der Ordnung der kindlichen Umgebung und bedürfen daher einer Entsprechung in der adäquaten Gestaltung der täglichen Umwelt. Entsprechend ihrer individuellen Entwicklungsstufe sollen sie aktiv an dieser Gestaltung im Alltag teilhaben.
Die Kinder werden ganz im Sinne Maria Montessoris („Hilf mir, es selbst zu tun“) unterstützt, sich an den notweVorwort des Trägersndigen Verrichtungen der täglichen Versorgung zu beteiligen. (Wickeln, Waschen, An- und Ausziehen, Tisch decken, Besteck ein und ausräumen usw.) Sie werden zur Selbständigkeit angeregt, z.B. selbst Treppen steigen, selbst Essen auffüllen, Getränke einschütten, Brot streichen, Hände waschen usw.
Dies hilft dem Kind einerseits, seine Motorik zu entwickeln, andererseits seine Umgebung und sich selbst bewusst wahrzunehmen, Verantwortung zu übernehmen und Autonomie zu entwickeln. Neben unmittelbaren Anlässen im Alltag ermöglichen die von Montessori entwickelten Materialien, ergänzt um Tätigkeiten aus unserer modernen Umwelt, solche Erfahrungen.

2.9   Pflege
Es ist uns wichtig eine pädagogische Pflegesituation zu schaffen, die mehr als nur Saubermachen bedeutet. Das Kind soll die Pflegesituation bewusst als positive Zuwendung erleben (Hautkontakt, Blickkontakt, sprachliche Zuwendung).
Auch das Essen bzw. Füttern soll nicht nur der Nahrungsaufnahme dienen, sondern soll mit Spaß und möglichst viel Zeit und Zuwendung verbunden sein.

2.10   Umwelterfahrung (§7 und 8 AVBayKiBiG)
Während des gemeinsamen Alltags werden die Kinder je nach Entwicklungsstand verschiedenste Abläufe und Zusammenhänge beobachten können und haben die Möglichkeit dabei mitzuwirken.
So werden sie z.B. Mülltrennung und Naturschutz als etwas Selbstverständliches erleben, was auch mit Spaß verbunden sein kann. Sie werden Zusammenhänge wie Wetter und Kleidung entdecken und durch Vergleichen und Zuordnen der verschiedensten Materialien elementare Erfahrungen machen.
Im Außenbereich kann jedes Kind Umwelterfahrungen im Garten, mit der Natur und der näheren Umgebung machen, Kontakte leben, mit Nachbarschaft, Umgebung, Besuche von außen z.B. Geschwister, Großeltern, Nachbarschaftskinder, Kindergärten usw.

2.11  Ablösephase (Art.15 BayKiBiG)
Um den Kindern den Übergang in den Kindergarten zu erleichtern, werden wir durch Gespräche, eventuell einem Besuch der Einrichtung, Bilderbücher usw. diese auf die neue Lebenssituation vorbereiten. Durch eine möglichst enge Kooperation mit den Nachfolgeeinrichtungen, begleiten wir in Absprache mit den Eltern den Schritt in den folgenden Lebensabschnitt.

 

3.  Strukturelle Merkmale der Kinderkrippe

3.1  Träger (Art.17 Abs. 2 Bayerisch)
Träger der Kinderkrippe ist der gemeinnützige Verein: Integrative Kinderkrippe Forchheim e.V. Er informiert das Personal über Fortbildungsangebote und ermöglicht diese.

3.2   Zusammensetzung der Gruppen
Wir bieten 36 Vollzeitplätze für Kinder im Alter von 7 Monaten bis ca. 3 1⁄2 Jahren, aufgeteilt in 3 Gruppen, an.
Kinder mit Behinderungen, entwicklungsauffällige oder von Behinderung bedrohte Kinder werden im Rahmen des pädagogisch leist- und verantwortbaren, gemeinsam betreut und gefördert.

3.3   Aufnahme, Anmeldung
Grundsätzlich soll eine Aufnahme von Kindern ohne eine Ausgrenzung von Behinderungen möglich sein. Eine Entscheidung über die Aufnahme des Kindes wird vom Team der Kinderkrippe, möglichst nach Beratung mit den Fachdiensten, unter Berücksichtigung der Gruppenstruktur getroffen.
Wir möchten im vorhandenen Raum genügend Platz lassen, um insbesondere die Eingewöhnungszeit angemessen begleiten zu können. (Ablösung Kind – Eltern)

3.4   Eingewöhnungsphase
Mit der Eingewöhnung lernt das Kind, sich auf neue Lebenssituationen einzulassen. Ein möglichst sanfter Übergang in die Krippe ermöglicht dem Kind, auch späteren Veränderungen (Kiga, Schule, Beruf, Umzug usw.) positiv gegenüber zu stehen.
Die Eingewöhnungszeit dauert 4-8 Wochen und orientiert sich am Berliner Modell.
In dieser Zeit wird das Kind von einem Elternteil oder einer anderen Bezugsperson begleitet, die sich nach und nach zurückzieht und dem Kind seinen neuen Lebensraum überlässt.
Vor und während der Eingewöhnungszeit findet in Gesprächen ein Informationsaustausch zwischen den Eltern und dem Personal über die Lebensgewohnheiten des Kindes und wie man am besten damit umgeht, statt. Wichtige Informationen werden im Aufnahmebogen schriftlich festgehalten. So kann und soll eine Kontinuität erreicht werden, die dem Kind und den Eltern zusätzlich Sicherheit gibt. (s.a. 5.2 Eingewöhnungsgespräch)

3.5   Öffnungszeiten
Diese orientieren sich am Bedarf der Eltern, sowie den finanziellen und organisatorischen Gegebenheiten des Trägers.
Momentane Öffnungszeiten:
Montag – Donnerstag: 7.00 – 17.00 Uhr
Freitag: 7.00 – 14.00 Uhr

3.6   Personal (§14 AVBayKiBiG)
Das pädagogische Personal setzt sich wie folgt zusammen:

1 Diplom Pädagogin
3 Erzieherinnen                                                                                                                                                                                                       1 Fachwirtin im Erziehungswesen
1 Heilerziehungspflegerin
3 Kinderpflegerinnen

3.7   Elternbeitrag
Für ein Kind kostet der monatliche Beitrag je nach Buchungszeit: Preistabelle

4-5      =20 –25 Std.   = 230 €
5-6      =25 –30 Std.   = 270 €
6-7      =30 –35 Std.   = 300 €
7-8      =35 –40 Std.   = 330 €
8-9     =40 -45 Std.    = 360 €

9-10    ab 45 Std.         =390€

Bei Mitgliedschaft im Verein verringern sich die monatlichen Elternbeiträge um 10€.
Das zweite Kind zahlt die Hälfte.
Im ersten Jahr wird ein Betrag von 80€ als Spielgeld fällig. Im zweiten Jahr werden 2 x 25€ Spielgeld eingezogen.
Bei finanziellen Problemen ist es möglich, nach Absprache mit dem Vorstand, den monatlichen Beitrag herabzusetzen und dafür Arbeitsdienste (Putzen, Reparaturen, Gartenarbeit usw.) in der Krippe zu übernehmen.
Für das Essen wird ein monatlicher Beitrag von 71.-Euro erhoben.
Alle monatlichen Beiträge (Elternbeitrag und Essensgeld) sind auf 12 Monate berechnet und werden auch in den Schließungszeiten erhoben.

3.8   Finanzierung der Einrichtung
Die Finanzierung erfolgt durch: – Elternbeiträge
– Fördergelder – Stadt/Land/betroffene Gemeinden – Vereinsmitgliedschaft
– Spenden,Benefizveranstaltungen

3.9   Räumlichkeiten
Die Kinderkrippe befindet am Ernst-Reuter-Platz 7.
Auf der einen Seite sind die Funktionsräume angeordnet wie: Leiter/ Personalzimmer, Garderobe und mit integriertem Elternwarteraum, Küche, Erfahrungsraum Wasser und die Toiletten für Gäste und Personal.
Dem gegenüber befinden sich die 3 Gruppenräume, und neben diesen jeweils ein Ruheraum, ein Sanitär- und ein Abstellraum.
Im Mittelpunkt der Krippe stehen den Kindern ca. 90qm zur Verfügung, die vor allem für Bewegung jeglicher Art genutzt werden kann. Mit Klapptischen (an den Wänden hochgeklappt und gesichert) wird diese Aktivzone in einen großen Essraum verwandelt.

3.10   Tagesablauf
Beim Ankommen bringen die Kinder mit ihren Eltern ihre Jacken und Schuhe in der Garderobe unter. Anschließend werden sie im Gruppenzimmer begrüßt. Bis 8 Uhr sammeln sich die Kinder in einem Gruppenzimmer und können von dort aus explorieren. Sie haben nun die Möglichkeit im Freispiel ihren Interessen nachzugehen.
Uns ist wichtig: Jedes Kind sollte im Rahmen seiner eigenen Entscheidungsfähigkeit und der gegebenen sozialen Situation, seinem eigenen Rhythmus gemäß, aktiv sein können.
Es kann entscheiden, ob es alleine oder zusammen spielen möchte.
Ab neun Uhr treffen sich die Kinder in ihren Gruppenräumen zum gemeinsamen Frühstück. Die Großen kommen alleine und die Kleinen werden von einer Bezugsperson abgeholt.
Je jünger das Kind, umso wichtiger ist es uns, ihm die individuell notwendigen und angemessenen Entwicklungsbedingungen zu ermöglichen. Je älter das Kind, desto mehr gemeinsam gestaltete Aktivitäten und Spielphasen sind möglich (zusammen essen, zusammen schlafen, zusammen auf die Toilette gehen, zusammen raus gehen usw., gemeinsame Spielangebote im Kreis).
Durch das Frühstück und das gemeinsame Mittagessen, durch geplante Aktionen in einer kleinen Gruppe (backen, kochen, basteln, Gesellschaftsspiele, Geschichten vorlesen usw.) und der Schlafenszeit für (einige) Kinder bekommt der Tag eine den Bedürfnissen der Kinder gerechte Gliederung.

3.11   Verpflegung, Windeln, Pflegeartikel
Das Frühstück findet täglich zwischen 9.00-10.00 Uhr in den Gruppenräumen statt, je nachdem wann die Kinder gebracht werden, können sie in dieser Zeit daran teilnehmen. Den Kindern, die bereits früher gebracht werden, wird bei Bedarf ein kleiner Snack gereicht. Wir achten auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Rohkost und Vollkornbrot.
Seit Mitte Juni 2016 werden zusätzlich zum Brot alle Milchprodukte, das Fleisch und die Eier nur noch in Bioqualität angeboten.
Unser Mittagessen wird von einer engagierten Küchenkraft täglich frisch zubereitet und ab 11.30 in der Aula angerichtet. Es ist ganz auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten. Auch Lebensmittelunverträglichkeiten oder religiöse Vorschriften werden im Essensplan berücksichtigt.
Windeln und andere Pflegeartikel werden von den Eltern in regelmäßigen Abständen für die ganze Gruppe mitgebracht.
Am Nachmittag wird noch ein kleiner Imbiss (Jogurt, Obst usw.) angeboten.

3.12   Öffentlichkeitsarbeit
Wir haben das Anliegen, unser besonderes pädagogisches Konzept der Öffentlichkeit in Stadt und Landkreis, z.B. durch einen Tag der offenen Tür bzw. Zeitungsberichte zugänglich zu machen. Damit machen wir unsere Arbeit transparent und zeigen, dass unser Miteinander und gelebte Toleranz für alle Beteiligten eine Bereicherung darstellt.

3.13   Qualitätssicherung und Beobachtung der Kinder
Um die Qualität unserer pädagogischen Arbeit sicherzustellen, machen wir diese durch die Öffentlichkeitsarbeit und durch vielfältige Informationen an die Eltern, wie z.B. Fotos, Aushang, Elternabende, Hospitationen, Briefe, Tür- und Angelgespräche usw., transparent. Außerdem reflektieren wir regelmäßig im Team über unsere Erfahrungen, die Erfolge, aber auch auftretende Probleme. In Gesprächen mit den Eltern wird die Entwicklung unserer Arbeit
gemeinsam vorangebracht und die Zufriedenheit der Eltern sichergestellt. Regeläßig werden Fragebögen über die Arbeit in der Krippe an die Eltern herausgegeben, in denen sie die Qualität der Einrichtung aus ihrer Sicht beurteilen können.
Die Entwicklung der Kinder wird kontinuierlich in Beobachtungsbögen dokumentiert, um so die Kinder entsprechend ihrer Bedürfnisse fördern zu können.

4. Zusammenarbeit (§3 AVBayKiBiG)

Als professionelle familienergänzende Einrichtung legen wir großen Wert auf die intensive und konstruktive Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen (Amt für Jugend und Familie, Frühförderung, AWO, Ärzten… ) mit denen wir eine Zusammenarbeit aufbauen bzw. schon leben.
In Elterngesprächen werden Entwicklung und mögliche Entwicklungsrisiken miteinander besprochen und, wenn notwendig, entsprechende Institutionen (z.B. AWO Familienbetreuer) mit einbezogen.
Wir sehen die Arbeit in der Krippe nicht als Institution außerhalb der Familie, sondern streben eine Erziehungspartnerschaft mit allen Beteiligten an.

4.1   Eltern
Für die Eltern steht in der Garderobe ein Sofa zur Verfügung,welches vielfältig , zB. als Elterncafé, Treffpunkt zum Kennenlernen und Warteraum genutzt werden kann. Auch ein Bücherregal mit Fachliteratur steht den Eltern zur Verfügung.
Eine Infopost für die Eltern, die über einen E-Mailverteiler verschickt wird, gibt den Eltern wichtige Informationen an die Hand.
Wir bieten in regelmäßigen Abständen, momentan alle 4 Monate Elternabende an, bei denen aktuelle Anlässe, anstehende Feste und Erziehungsfragen thematisiert werden. Zusätzlich gibt es für alle neuen Eltern einen Einführungselternabend. Hier werden bereits wichtige Informationen für die Eingewöhnung und den Krippenalltag mitgegeben.
Eine Fotowand gibt den Eltern die Möglichkeit, Einblick in die täglichen Beschäftigungen und Beziehungen ihrer Kinder in der Krippe zu bekommen. Nach Absprache besteht für die Eltern das Angebot, in der Kinderkrippe zu hospitieren.
Da wir keine starre pädagogische Konzeption haben wollen, sondern sie sich im Alltag den Erfordernissen und Gegebenheiten anpassen soll, sind gemeinsame Erarbeitung und Diskussion der Konzeption zwischen dem Elternbeirat, interessierten Eltern und Erziehern gewünscht. Denn nicht nur die Kinder sollen sich entwickeln, auch die Eltern, das pädagogische Team und das Konzept wachsen an ihren Aufgaben.

4.2   Frühförderung
Wir haben ein großes Interesse an einer engen Zusammenarbeit mit der Frühförderung. Derzeit treffen wir uns nach Bedarf, um uns über den Entwicklungsstand der betroffenen Kinder auszutauschen.
Durch eine Zusammenarbeit mit Frühförderstellen werden Kinder mit erhöhtem Förderbedarf in ihrer Entwicklung gezielt unterstützt, um ihnen eine gleichberechtigte Teilnahme am Geschehen innerhalb und außerhalb der Krippe zu ermöglichen. Da dies nach Möglichkeit in der Gruppe geschieht, wird niemand ausgegrenzt und so können auch alle anderen Kinder davon profitieren.

4.3   Allgemeine Beratungsstellen
Als weitere Möglichkeit machen wir auf die Angebote von Beratungsstellen aufmerksam und arbeiten mit ihnen zusammen.
Dazu ist es uns wichtig, z.B. durch themenbezogene Elternabende die entsprechenden Vertreter der Beratungsstellen mit einzubeziehen.
Wir möchten erreichen, dass dadurch die vorhandenen Beratungsangebote als positive Ergänzung für die Eltern in der Erziehung wahrgenommen werden.

4.4   Vorstand
Regelung der Finanzen.
Kooperation mit dem Team in regelmäßigen Abständen. Teilnahme an Vorstandssitzungen.
Teilnahme an Treffen der Vereinsmitglieder.

5. Elternarbeit und Elternmitarbeit (Art. 14 BayKiBiG)

5.1   Ziel der Elternarbeit
Gemeinsam mit den Eltern wollen wir Bildungs- und Erziehungskompetenzen herausbilden, um die Kinder in ihrer Persönlichkeit zu stärken. Die tägliche Transparenz der pädagogischen und pflegerischen Arbeit schafft ein Vertrauensverhältnis zu den Eltern, von dem die Kinder für ihre Entwicklung profitieren.
Als Konsequenz heißt das für uns, dass wir den Eltern die größtmögliche Unterstützung und Hilfestellung bei ihrer besonderen Erziehungsaufgabe anbieten wollen, andererseits aber auch Anregungen, Informationen und aktive Mitarbeit jederzeit willkommen sind.

5.2   Eingewöhnungsgespräch
Im Eingewöhnungsgespräch sollen sich die Eltern und die verantwortliche Betreuungsperson näher kennen lernen. Es werden Informationen über das Krippenleben ausgetauscht und die Vorgehensweise in der anstehenden Eingewöhnung besprochen.
In einem Aufnahmebogen wird die bisherige Entwicklung des Kindes, evtl. Anfälligkeiten, wie Allergien oder Krankheiten erfragt, ebenso werden seine Vorlieben und Abneigungen besprochen. Wichtige Informationen sind u.a., ob das Kind schon kürzere oder längere Trennungen von seinen Eltern erlebte und wie es diese verkraftete, ob es den Umgang mit anderen Kindern gewöhnt ist oder nicht.
Auch erfahren die Eltern, welche Utensilien sie mitbringen müssen und wie sich der Tagesablauf gestaltet. Dieser Austausch ist grundlegend und wichtig, um Kind und Eltern einen störungsfreien und angenehmen Aufenthalt in der Krippe zu ermöglichen.

5.3   Elterngespräche
Den Elterngesprächen insgesamt kommt in der Elternarbeit eine herausragende Bedeutung zu. Sie sind grundlegende Basis der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern.
Selbstverständlich sind die Gesprächsinhalte vertraulich. Alle Elterngespräche werden von uns reflektiert und dokumentiert.
Elterngespräche können von den Eltern, genauso wie vom pädagogischen Personal gewünscht werden, sollten aber mindestens einmal halbjährlich für jedes Kind stattfinden.

5.4   Tür- und Angelgespräche
Tür- und Angelgespräche finden täglich in der Bring- und Abholsituation statt und sind Grundlage für den situativen Ansatz des pädagogischen Handelns. Der Erfahrungsaustausch über das Erleben des Kindes im Krippenalltag ist fester Bestandteil der Elternarbeit.
Es wird darauf geachtet, dass nur positive Verhaltensweisen und Lernerfahrungen in Anwesenheit des Kindes angesprochen werden. In der morgendlichen Bringzeit werden getroffene Absprachen mit den Eltern jeder Mitarbeiterin weitergegeben, damit alle auf dem gleichen Informationsstand sind. Ebenso wird in der Abholsituation jedes Elternteil angesprochen und über besondere Erlebnisse aus dem Krippentag des Kindes informiert.

5.5   Abschlussgespräch
Am Ende des Aufenthaltes in der Krippe wird ein Abschlussgespräch durchgeführt. Den Eltern wird ein kurzer Überblick über die Gesamtentwicklung des Kindes in der Zeit seines Aufenthaltes gegeben. Pädagogen und Eltern reflektieren gemeinsam über ihre Krippenerfahrungen.

5.6   Elternbeirat
Der Elternbeirat wird zu Beginn des jeweiligen Krippenjahres von den Krippeneltern gewählt. Die Wahl führt der vorjährige Elternbeirat durch. Der gewählte Elternbeirat ist die Elternvertretung aller Krippeneltern.
Die regelmäßigen öffentlichen Sitzungen dienen dem Informationsaustausch, der Planung und bieten Raum für Fragen und Diskussionen. Nach Möglichkeit ist ein Vertreter des Teams anwesend, meist die stellvertretende Leitung oder die Leitung.
Mögliche Themen
-Infos aus der Krippe;
-Gesprächsaustausch über die pädagogische Erziehungsarbeit; -Konzeptionserstellung und – Überarbeitung;
-gemeinsame Planung von Veranstaltungen und Aktivitäten; -Diskussion der Schließungstage
– Elternbefragung